Film & Gespräch: Corpus Delicti
Gemeinsam mit der Bergischen Universität Wuppertal laden wir zu einer Podiumsdiskussion mit Filmschau und Fachgästen ein.
In einer nahen Zukunft garantiert die "Methode" umfassende Gesundheit und Transparenz in der Gesellschaft. Das Leben der Wissenschaftlerin Mia Holl (Hannah Herzsprung) ändert sich schlagartig, als ihr Bruder Moritz (Damian Hardung) des Mordes beschuldigt wird. Die Beweise sind erdrückend - und doch ist Mia von seiner Unschuld überzeugt. Ein Widerspruch, der sie zum Handeln zwingt - gegen ein System, das keinen Zweifel zulässt. Doch wem kann sie noch trauen? Ihrer Kollegin Christiane (Haley Louise Jones), dem Anwalt ihres Bruders (Christian Friedel) oder dem charismatischen Journalisten Kramer (Alexander Fehling)? Ihr Kampf um Wahrheit und Gerechtigkeit macht sie selbst zur Gejagten.
Im Anschluss an die Filmvorführung spricht die Literaturwissenschaftlerin Dr. Sabrina Huber über Juli Zehs Fiktion eines Gesundheitsstaates der Zukunft. Was geschieht mit einer Gesellschaft, die Gesundheit und Sicherheit zum obersten Ziel erklärt und dafür individuelle Freiheit und Selbstbestimmung preisgibt? Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen die verschiedenen Formen von Überwachung, die Corpus Delicti entwirft – und die Frage, mit welchen erzählerischen Mitteln der Film sie sichtbar macht.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Bergischen Universität Wuppertal und im Rahmen des Literaturprojekts „Future Health under (Self-)Surveillance. Überwachung von Körper und Psyche in Literatur und Alltagspraxis“, das zu den Gewinnerprojekten im „Hochschulwettbewerb 2026:Medizin der Zukunft“ gehört.
Thriller / Deutschland / Regie: Lena Stahl;
Besetzung: Hannah Herzsprung, Damian Hardung, Alexander Fehling;