Schön, streng, gefährlich – Die Macht des Ornaments im Film
Die Filmabende des Kunst- und Museumsvereins (KMV) vereinen Kunst und Kino zu einer ästhetischen Symbiose.Inhaltlich an die Ausstellungen des Von-der-Heydt-Museums angelehnt, wird jeder Film mit einer Einführung durch den Direktor des Von-der-Heydt Museums, Dr. Roland Mönig, eingeordnet.
Schön und streng, verspielt und geordnet – Ornamente und Muster sind einfach überall. Sie prägen unsere Wahrnehmung und unser Leben. Ab dem 11. Oktober lädt eine große Ausstellung im Von der Heydt-Museum dazu ein, die „Macht des Ornaments“ zu entdecken, mit vielen Meisterwerken von der Klassischen Moderne bis in die Gegenwart. Passend dazu präsentiert „Museum in Motion“, die Filmreihe des Kunst- und Museumsvereins Wuppertal im Rex Kino, drei Meilensteine des Kinos, die mit größtem Formbewusstsein und Formwillen spannende Geschichten erzählen.
Bis bald im Kino!
Die Nibelungen 1. Teil: Siegfried
Fritz Langs Verfilmung der mittelalterlichen „Nibelungen“-Sage war 1924, dem Thema entsprechend, ein monumentales Unterfangen. Noch heute beeindruckt sie durch ihre Opulenz – und durch die Konsequenz und Strenge, mit der jede einzelne Einstellung arrangiert ist, bis zum kleinsten ornamentalen Detail einer Kulisse oder eines Kostüms.
Der schöne Jüngling Siegfried hat bei Mime als gelehriger Schüler die hohe Kunst des Waffenschmiedens erlernt. Als er erfährt, dass König Gunther und…
North by Northwest / Der unsichtbare Dritte
Mit „North by Northwest“, für viele Fans der essentielle Hitchcock-Thriller, springen wir in die späten 1950er Jahre und ins Genre des Agentenfilms. Der legendäre Vorspann, gestaltet von Saul Bass, macht deutlich, dass hinter den vielen überraschenden Wendungen im Plot dem Ganzen ein straff komponiertes Muster steckt: Senkrechte und diagonale Linien verschränken sich und bilden ein Netz.
"Spannung, Aufregung, Geheimnisvolles, eine Liebesgeschichte und nicht gerade wenig Humor",…
Ran
„Ran“ gehört zu den eindringlichsten Werken, die Akira Kurosawa geschaffen hat. Wie der Titel des Films andeutet, handelt er vom „Chaos“, vom Zerfall eines Adelshauses und seines Reiches im Japan des 16. Jahrhunderts. Aber er tut das mit Bildern, die in hohem Maße stilisiert sind und in denen Farben und Formen eine eigene, genau kalkulierte Dynamik entfalten.
Im Japan des 16. Jahrhunderts beschließt der alternde Fürst Hidetora, sein Reich unter den Söhnen Taro, Jiro und Saburo…