Kino & Oper: The Lodger
Stummfilmklassiker mit live Musik. Gemeinsam mit der wuppertaler Oper.
Passend zur Premiere von ›The Lodger‹ wird im Rex-Filmtheater Hitchcocks gleichnamiger Stummfilm zu sehen sein. Der vielfach ausgezeichnete Pianist Igor Parfenov begleitet den Stummfilm live am Klavier und schafft eine eindrucksvolle musikalische Atmosphäre.
Zum Film: Ein psychopathischer Frauenmörder versetzt London in Angst und Schrecken: Jeden Dienstag sucht er sich ein blondes Opfer, und jedes Mal findet die Polizei bei der Leiche einen kleinen Zettel, auf dem der Mörder seine Tat mit „The Avenger“ (Der Rächer) signiert. Zur selben Zeit zieht ein mysteriöser Mann als Untermieter bei einer Familie ein. Er zeigt ein besonderes Interesse an Daisy, der jungen blondhaarigen Tochter seiner Vermieter. Ein weiterer Mord passiert, ganz in der Nähe des Hauses; die Jagd auf den Mörder beginnt.
Mit THE LODGER (DT: DER MIETER) schuf Alfred Hitchcock seinen ersten richtigen Krimi. Die Geschichte des unschuldig verfolgten Helden, die konzentrierten visuellen Mittel, die genauestens kalkuliert die notwendige Spannung schaffen, sadomistisch lustvolles Leiden auf Seiten der Helden, die blonde Heldin – all dies macht den Film unverwechselbar zu einem „Hitchcock“. THE LODGER wurde für den Regisseur 1926 zum ersten großen Erfolg sowohl beim Publikum als auch bei den Kritikern. Außerdem absolvierte Alfred Hitchcock hier erstmals einen seiner berühmten Cameo-Auftritte.
Zur Oper: Die verarmte Emma Buntin nimmt einen vornehmen Untermieter auf, der sie und ihren Mann George finanziell unterstützt. Langsam stellt sich heraus, dass der Untermieter nicht das ist, was er zu sein scheint. Sein religiöser Wahn deutet auf psychische Probleme hin. Als sich die Situation immer mehr zuspitzt, quält sich Emma mit der Frage, ob sie ihn trotz seiner Krankheit bei den Behörden anzeigen soll. Denn ihr Untermieter ist niemand Geringeres, als ›Jack the Ripper‹.
Die Oper von Phyllis Tate beruht auf dem gleichnamigen Roman von Marie Adelaide Belloc Lowndes, die auch Hitchcock zu seinem Film inspirierte. Tate ist eine der bedeutendsten britischen Komponistinnen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sie arbeitet mit einprägsamen Themen, atmosphärischer Orchestrierung und spannenden psychologischen Einsichten. Unter der Regie von Greg Eldridge entsteht daraus eine bildstarke Inszenierung, die ab Sa. 18. April im Opernhaus zu sehen ist.
Operntickets: wuppertaler-buehnen.reservix.de/events