TANZRAUSCHEN im Kino: Colours Not in the Rainbow
A film by Maria Ponomariova & Oleg Stepanov / © 2025 / D
SchauspielerInnen / TänzerInnen Mio Mohrhenn, Mila Gaudenzi, Andrey Berezin
Filmpremiere mit Künstlergespräch: beide FilmemacherInnen werden anwesend sein.
Bereits seit 2023 verfolgt TANZRAUSCHEN den Entstehungsprozess von „Colours Not in the Rainbow“. Erste Skizzen zeigten wir in der Alten Knopffabrik im Rahmen der SCREEN DANCE ACADEMY „Transmedia Storytelling“. Wir freuen uns, dass die beiden KünstlerInnen die Filmpremiere mit Tanzrauschen, im Rex und in Wuppertal feiern wollen. Inmitten des unruhigen Treibens einer riesigen, lauten Stadt sucht der Teenager Mio nach einem Weg, wieder eine Verbindung zu seinem Vater aufzubauen, der inzwischen allein auf der Straße lebt. In dieser Situation zieht ein geheimnisvolles kleines Mädchen Tornado Mio in einen Tanz von Begegnungen und entführt ihn in das Reich von Spiel und Staunen. Mio wird von seiner neuen Begleiterin mitgerissen und begibt auf eine Reise, die sein Innerstes berührt.
„Colours Not in the Rainbow“ erzählt eine Coming-of-Age-Geschichte, in deren Mittelpunkt der Mut steht, loszulassen. Das rasante Chaos der Großstadt spiegelt Mios innere Unruhe und Sehnsucht wider, gefangen zwischen den Versuchen zur Kontaktaufnahme und dem Ausbleiben von Antworten. In einer Welt, die von Regeln, Geschwindigkeit und Lärm beherrscht wird, pendelt die Geschichte zwischen dem Alltäglichen und dem Poetischen. Der Film lädt den Zuschauer in einen Raum ein, in dem Bilder, Symbole, Rhythmus und das „Dazwischen“ sich zu einer Erzählung verweben und ebenso wahr und wichtig werden wie Worte. Mio wird mit der Realität des Erwachsenwerdens konfrontiert. Er trifft die Entscheidung, sich dem Unbekannten hinzugeben, dem sich wiederholenden Kreislauf zu entkommen und sich zu verändern.
Zu den FilmemacherInnen
Maria Ponomariova ist Filmregisseurin und interdisziplinäre Künstlerin. Geboren in Belarus, lebt und arbeitet sie momentan in Berlin. Sie tanzt seit ihrem fünften Lebensjahr professionell und startete ihre Filmkarriere 2019. Ihre Werke zeichnen sich durch die Kombination narrativer und nicht-narrativer Elemente aus, wobei Themen wie Heimat, Zugehörigkeit, Transformation und die Grenzen des emotionalen und physischen Raums eine zentrale Rolle spielen. 2024 zum SCREEN DANCE SUNDAY zeigten wir bereits frühe Kurzfilme von ihr.
Oleg Stepanov, geboren im russischen Ural, ist Choreograph, Regisseur, Musiker und Performer. Er tanzte am Tanztheater Wuppertal Pina Bausch, bei der Göteborg Dance Company und am Theater Basel und arbeitete eng mit renommierten Künstlern wie Dimitris Papaioannou, Saburo Teshigawara, Tom Tykwer, Alla Kovgan, Sidi Larbi Cherkaoui, Alan Lucien Oyen und Constanza Macras zusammen. Olegs Kurzfilm „A moth on a bomb”, den wir bereits 2024 im Rex gezeigt haben, wurde beim New York Tri-State International Short Film Festival ausgezeichnet und erhielt außerdem eine lobende Erwähnung für die beste Kamera beim Newfilmmakers New York Festival.