TANZRAUSCHEN im Kino: Sternstunden der Normalität

Kurzfilme und Künstlergespräch

Mit Sylvie Boisseau und Frank Westermeyer (Berlin/Genf) / Moderation Isabelle Malz, Kuratorin Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen.

 

Die künstlerische Arbeit von Boisseau/Westermeyer dreht sich um die Wirkungskraft des Imaginären beim Menschen. ƒ ist ein Performer, eine experimentelle Figur, die unsere Wahrnehmung auf seine Umgebung lenkt.

Dank einer Auseinandersetzung mit Helmuth Plessner wissen wir, dass die Notwendigkeit des Menschen sich zu projektieren auf seine exzentrische Positionalität zurückzuführen ist. Bildlich gesagt: Er ist auf seinen zwei Beinen so unstabil, dass er im Grunde immer eine Projektion/exzentrische Position braucht. Geistige Exkursionen als körperliches Gleichgewicht.

 

Sylvie Boisseau und Frank Westermeyer spielen in ihrer 30-jährigen gemeinsamen Arbeit im Spannungsfeld zwischen Humor und Philosophie mit ihrer Figur ƒ verschiedenste Fragen durch: Von der Konstruktion sozialer Identität, über die Selbsterfahrung als Vierbeiner und Pflanze, bis hin zum Zusammenleben mit künstlichen Entitäten und KI gesteuerten Avataren. Dabei steht ƒ instabil und beispielhaft für den Zweibeiner, der sich Mensch nennt, und der sein Gleichgewicht immer neu erzeugen muss.

 

Die beiden KünstlerInnen stammen nicht aus dem Umfeld Tanz. Sie arbeiten aber schon immer mit den Mitteln der Performance und des Films.

Sylvie Boisseau ist Künstlerin. Sie lebt und arbeitet in Berlin und Genf. Frank Westermeyer ist Künstler und assoziierter Professor an der HEAD – Genf.

Zusammen arbeiten sie unter dem Namen BOISSEAU/WESTERMEYER neben anderen künstlerischen Arbeiten an Video- und Filminstallationen, die international sowohl in Kunsthäusern als auch bei Festivals gezeigt werden.

 

BU: Frank Westermeyer in „ƒ zwischen den Stufen des Organischen” aus dem Jahr 2021

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Ab 0 Jahren  |  100 Minuten

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